Der Lechfall bei Füssen
aus der Reihe"Geopark Allgäu" von
Wanderung -> Lechfall - Hochwasser 2005 - Wasserkraftwerk - Leistungsdaten

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Mehr als ein Jahrhunderthochwasser
23. August 2005

235 Millimeter Regen in 36 Stunden fielen im Bezirk Reutte. Das Ergebnis davon ist deutlich mehr als ein Jahrhunderthochwasser, rechneten die Experten am Freitag vor. Die Schäden sind enorm.



Der Tobende Lech vor dem Franziskanerkloster
Der Lechfall - von den zwei Fallstufen ist nichts mehr zu sehen.



Die Hochwassermarken von 1901 und 1910 wurden beinahe erreicht. 





Die freigelegten Wurzeln markierten den Höchstwasserstand vom 23. Aug. 2005.

Eigentlich ist die Brücke durch weiß-rote Bänder gesperrt, aber der Katastrophentourismus kennt keine Grenzen.

Blank gescheuert wurde der Kalkstein und weiß wie Kreide.



Die Schutzhütte der Schleusenanlage für das Kraftwerk vom Hanfwerk wurde zusammengedrückt.



Unvorstellbar, dass das Wasser noch vor dem Fall die Höhe des Blechdach der ersten Schleuse erreicht hat. 



Die Schutzhütte ist gänzlich verschwunden. Nackt ragen nun die Zahnstangen und Zahnräder vor dem Lechfall hervor.



Die sonst so liebliche alte Lechbrücke bei Pinswang viebrierte sanft unter den Füßen, als ob man in einem Eisenbahzug stehen würde.





Gott sei Dank, der Höchststand scheint überschritten zu sein. Am Schlamm auf der leicht ansteigenden Straße konnte man das erkennen.



Der Spaziergänger mit dem Hund und der blau gekleidete Fotograf befinden sich auf gleicher Höhe.

Siehe auch Jahrhunderthochwasser 2005 in Reutte (Stuibenfall), Immenstadt, Sonthofen, Steigbachtobel und Webcam Mittag sowie den Hochwasserseiten von dein allgäu.

Aus dem "e on / Wasserkraft" Prospekt, der im Infozentrum Roßhaupten auslag, stammen folgende Daten über die größten Hochwasser Füssens:

23. 08. 2005 1350 m³/s
12. 08. 2002 830 m³/s
22. 05. 1999 1.115 m³/s

13. 05. 1999 725 m³/s
10. 08. 1970 895 m³/s
11. 06. 1965 700 m³/s
15. 06. 1910 975 m³/s

Im Hochwasserfall kann der Forggenseespeicher bis zu 16 Mio m³ Wasser aufnehmen. So konnte in den Hochwassertagen 1999 der Zufluß von 1.115m³/s bei der Stufe auf nur 660 m³/s reduziert werden, was die Kommunen Lechbruck, Schongau, Landsberg und Augsburg vor größeren Schäden bewahrte. Die aktuelle Wasserführung kann direkt abgefragt werden -> hier

Mehr zu den aktuellen Pegelständen-> dein allgäu und aktuelles zum Wasserkraftwerk

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